Mittwoch, 22.09.2021
Heute Morgen gibt es Frühstück im Hotel und es schmeckt so gut wie es aussieht, und es sieht toll aus. Nach unserem Erlebnis gestern haben wir noch rechtzeitig für heute bestellt. Für 10 Euro pro Nase bekommen wir eine Etagere voller Leckereien.
Unser heutiger Ausflug führt uns mit dem Schiff (gehört auch zum öffentlichen Nahverkehr) nach Grignano, zum Schloss und Garten Miramare.
Aber das nächste Schiff fährt erst um 11.00 Uhr, daher haben wir noch Zeit, die Triester Markthalle anzuschauen. Ob es am Mittwoch liegt, oder ob immer nur wenig Stände betrieben werden, wir sind schnell durchgelaufen. Die Halle erfüllt ihren Zweck, aber man hat nichts verpasst, wenn man nicht da war.
Jetzt machen wir uns auf den Weg zur Molo Bersaglieri. Dort sind wir etwas unsicher, denn an der Stelle, an der laut www.triestetrasporti.it unsere Fähre anlegen soll, liegt jetzt ein Kreuzfahrschiff und ein kleines Marineboot. Wir fragen in der Gelateria Al Pinguino nach. Doch, doch, die Stelle ist richtig wird uns gesagt. Also warten wir. Bald warten mehrere Menschen mit uns, also wird es wohl richtig sein. Und tatsächlich, um viertel vor elf kommt die Delfino Verde angebraust. Sie legt flott ein Stückchen weiter am Kai an und wir ergattern zwei schöne Plätze oben auf Deck. Bezahlt wird am Platz, der Kassierer kommt vorbei, mit 9,20 Euro sind wir dabei. Zwei Minuten vor elf legen wir ab. Ein deutsches Paar möchte offensichtlich noch mit, aber wir haben schon abgelegt. Die beiden führen dann noch eine hitzige Diskussion und können nicht fassen, dass es in Italien so überpünktlich losgeht.
Wir genießen die 40 minütige Fahrt entlang der Küste und steigen in Grignano aus. Zum Schloss Miramare ist es ein Katzensprung. Es thront weiß und leuchtend auf einem Felsen und war schon vom Boot aus von weitem zu sehen. Das Schloss wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Erzherzog Maximilian (der Bruder von Kaiser Franz Joseph und somit Schwager von Sissi) gebaut. Leider hat er die Vollendung nicht erlebt. Er wollte noch Karriere machen und wurde Kaiser von Mexiko, aber nach drei Jahren wurde er in Mexiko von Aufständischen erschossen.
| Das Schloss Miramare vom Wasser aus |
| Blick auf die Gartenanlage |
| Ein Springbrunnen (gerade nicht in Betrieb) |
| Das Schloss von Innen |
Wir besichtigen das Schloss, spazieren ausgiebig durch den schönen großen Garten und genießen herrliche Ausblicke. Im dortigen Café machen wir noch eine Pause, dann starten wir gegen 13.30 Uhr die Rückfahrt. Da das nächste Schiff erst in 90 Minuten fährt, nehmen wir den Bus, der uns für 1,35 Euro pro Person wieder nach Triest bringt. Hier machen wir eine kurze Pause im Hotel, dann möchten wir noch die „Keimzelle“ Triests, den Hügel von San Giusto, anschauen.
Wir laufen zum Teatro Romano. Jetzt müssen wir den Berg hoch. Ich stürme schon los, doch Steffen hat eine bessere Idee. Er hat einen Hinweis entdeckt, dass man von der Tiefgarage unter dem Hügel bequem mit dem Fahrstuhl nach oben fahren kann. Und das tun wir auch. Oben angekommen stehen wir vor den Ruinen eines römischen Forums. Dahinter steht das Castello di San Giusto, die Festung von San Giusto. Der Eintritt beträgt 5 Euro pro Person. Wir spazieren über die Wehrgänge und schauen über die Stadt und besuchen auch die Ausstellungen, die Waffensammlung und das Lapidarium.
| Das Castello di San Giusto |
| Die Mauer sieht ziemlich wehrhaft aus |
| Panoramablick über die Stadt |
| Ein paar alte Kanonen sind auch zu besichtigen |
Über die steile Via della Cattedrale gehen wir wieder ins Zentrum zurück. Für unser Abschiedsessen erwägen wir verschiedene Lokale, landen dann aber doch wieder wie am ersten Tag im Al Barattolo am Canal Grande. Auf dem Kanal wird Kanupolo gespielt und es geht hoch her.
| Kanupolo auf dem Canal Grande |
Nach dem Essen bummeln wir noch etwas herum und treten dann den Heimweg ins Hotel an.